Knapp zwei Jahre nach dem „Weltuntergang“ von Jura Soyfer spielt die Lehrertheatergruppe des Hölderlin-Gymnasiums unter der Leitung von Wolfgang Mettenberger ihr neues Stück:
Friedrich Dürrenmatts tragische Komödie
Der Besuch der alten Dame
„Die Welt machte mich zu einer Hure, nun mache ich sie zu einem Bordell. Güllen für einen Mord, Konjunktur für eine Leiche“ – Dürrenmatts Stück von der Käuflichkeit der Menschen ist aktuell wie eh und je: nicht nur in der Schweizer Kleinstadt Güllen sind die Menschen bereit, für Geld alles zu tun. Es stinkt wie Gülle zum Himmel, dass sie dies unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit tun.
Worum geht es ?
Claire Zachanassian, einst Klara Wäscher, kehrt als reichste Frau der Welt in den Ort ihrer Jugend zurück, um Rache zu nehmen für das Unrecht, das ihr von ihrem Jugendfreund Alfred Ill und ihren ehemaligen Mitbürgern angetan wurde. Wie weit werden die Einwohner von Güllen gehen, wenn eine Milliarde winkt, die sie aus ihrer trostlosen Armut befreien kann?
Diese und 18 weitere „Irren vom Hölderlin“ bringen diese makabre Parabel mit ihren skurrilen Typen, den Fragen von Geld und Macht, Schuld und Sühne, Konsum und Moral auf der Foyer-Theaterbühne des Hölderlin-Gymnasiums zur Aufführung.